Das 500-Millionen-Grab

2013-05-01_190359

Den Schulden-Turm gibt es hier als Flyer zum Herunterladen.

Luxusrenten sind unfair

luxusrente-heute

  • Handel/Gewerbe
    Das Pensionskassengesetz sieht einen Mindestbeitrag in die Pensionskasse von 8% vor. Dieser wird zu je 4% vom Arbeitgeber und vom Arbeitnehmer geleistet. Als Pension resultiert daraus ein Betrag von etwa 16% des letzten Jahreslohnes.
  • Industrie/Finanz
    Die Beiträge liegen in diesen Branchen typischerweise bei etwa 18%. Die Beiträge werden normalerweise von Arbeitnehmer und Arbeitgeber hälftig erbracht. Die Rentenleistungen liegen bei etwa 36% des letzten Jahreslohnes.
  • Beamten-Pensionskasse:
    In die Beamten-Pensionskasse zahlten Arbeitnehmer und Arbeitgeber bis 2008 je 7.5% ein. Seither zahlen die AN 9% und der AG 11%. Daraus lässt sich eine wirtschaftlich vertretbare Rente von etwa 35% des letzten Jahreslohnes finanzieren, aber keine Luxusrente in Höhe von 50,4% des letzten Lohnes, wie sie bezahlt wird. Darum haben wir jetzt ein 331-Millionen-Franken-Loch in der Kasse, die der Steuerzahler stopfen soll.

Aber das ist noch nicht alles, wie die folgenden Grafiken zeigen:

luxusrente-morgenDie Regierung schlägt vor, dass Staatsangestellte auch in Zukunft eine Luxusrente erhalten. Das geht weit über den in unserer Region üblichen Rahmen hinaus. Auch diese neue Luxusrente soll der Steuerzahler bezahlen:

luxusrente-kosten

  • Bis 2008 war es auch beim Land üblich, dass Angestellte und Arbeitgeber (also der Steuerzahler) gleich viel in die Pensionskasse einzahlte (7.5% und 7.5%). Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlten im Jahr 2008 je etwa 26  Millionen Franken ein. Dass das nicht ausreichte, um die Luxusrenten zu finanzieren, war schon lange vorher klar.
  • Deshalb erhöhte man ab 2009 die Beiträge. Allerdings nicht gleichmässig. Heute zahlen die Steuerzahler deutlich mehr in die Pensionskasse ein als die Versicherten. Während die Versicherten etwa 32 Millionen Franken einzahlen (9% des Lohnes), steuert das Land etwa 39 Millionen Franken bei (11% des Lohnes). Das Loch aus der Vergangenheit konnte man auch mit dem grösseren Arbeitgeberanteil (= Steuergelder) nicht stopfen, wie das 331-Millionen-Franken-Loch zeigt.
  • Damit die ab kommenden Jahr geplante neue Luxusrente für Beamte finanziert werden kann, sollen die Steuerzahler nochmals kräftig zur Kasse gebeten werden: Jahr für Jahr soll das Land satte 14.7% Lohnprozente, also rund 51 Millionen Franken, zur Finanzierung der Luxusrenten beisteuern! Das sind jährlich 25 Millionen Franken mehr, als wir noch 2008 für die Rentenansprüche der Beamten beisteuern mussten! Das zusätzlich zu den 331 Millionen Franken, die wir fürs Stopfen des schon vorhandenen Loches in der Beamtenkasse aufbringen sollen.

Wir sagen Ja zu fairen Renten für die Versicherten in der Beamten-Pensionskasse, die sich im regional üblichen Rahmen bewegen. Und wir sagen klar Nein zu Luxusrenten.

 

Konto-Nr.: 92161700.2001, Liechtensteinische Landesbank